Die Entwicklung von „Saving the Sale“ und was das heute bedeutet

Dieser Blog fasst die dreiteilige Serie „The evolution of 'Saving the Sale' and what it means today“ zusammen.

7. Juli7 Min. Lesezeit
Wouter UbbelsWouter Ubbels
Artikel
Loss Prevention

Nach jüngsten Gesprächen mit Führungskräften aus der Loss Prevention (LP) fällt mir auf, dass sich die Art und Weise verändert, wie über Inventurdifferenzen bzw. Schwund gesprochen wird. In den vielen Jahren, in denen ich in der Retail-Loss-Prevention-Branche tätig bin, habe ich erlebt, wie der Fokus von Loss-Prevention-Verantwortlichen immer wieder von einem Thema zum nächsten wanderte. Raubüberfälle, Mitarbeiterdiebstahl, Ladendiebstahl und Organized Retail Crime (ORC) gehören weiterhin zu den am häufigsten diskutierten LP-Themen. Doch diese Gespräche drehen sich nicht mehr nur darum, wie diese Themen den Schwund beeinflussen. Zuletzt steht vielmehr im Mittelpunkt, wie sie sich auf den Umsatz auswirken. Schließlich können Retailer keine leeren Regale verkaufen.

Der Begriff „Save the Sale“ tauchte erstmals 2009 auf, hat zuletzt aber noch deutlich an Dynamik gewonnen. Führungskräfte in der Loss Prevention bei Retailern unterschiedlichster Art werden heute damit beauftragt, in allen Bereichen ihres Verantwortungsbereichs „Saving the Sale“ zu unterstützen.

Save the Sale beginnt mit Bestandsgenauigkeit

Retailer wie Macy’s und The Children’s Place setzen weiterhin stark auf „Omnichannel-Retail“, den Begriff für die Verbindung von Online- und Offline-Shopping. In einem Artikel im Forbes Magazine erklärte der Executive Chairman von Macy’s, Terry Lundgren, dass Macy’s im Bereich „buy online, pick up in-store“ (BOPIS) weiterhin deutliches Wachstum sieht. Er ist überzeugt, dass „physische Stores nicht verschwinden werden“ und dass „Kunden immer die Möglichkeit haben möchten, in den Store zu kommen und Jeans anzuprobieren, statt online drei verschiedene Größen zu kaufen.“

„Save the Sale“ setzt voraus, dass Store-Mitarbeitende auf Echtzeitbestände im gesamten Store-Netzwerk zugreifen können

Jane Elfers

ehemalige CEO von The Children's Place

In demselben Artikel erklärte Jane Elfers, damals CEO von The Children’s Place, dass auch ihr Unternehmen einen „großen Schritt in Richtung Digitales macht und viele Omnichannel-Anwendungsfälle wie BOPIS und ‚Save the Sale‘ nutzt.“ Der Artikel stellt außerdem fest, dass „Save the Sale“ voraussetzt, dass Store-Mitarbeitende auf Echtzeitbestände im gesamten Store-Netzwerk zugreifen können, und dass dieser Bestandszugriff ihnen ermöglicht, Kunden vom Kaufabbruch abzuhalten, indem sie den gewünschten Artikel einfach online oder in einem anderen Store finden.

Wenn Save the Sale nicht gelingt, steigt der Schwund

Es wird selten berücksichtigt, dass Verkäufe direkte Auswirkungen auf die ausgewiesenen Schwundquoten haben. Die erfolgreichsten Loss-Prevention-Verantwortlichen wissen: Wenn der Umsatz steigt, sinkt der Schwund häufig. Umgekehrt steigt die ausgewiesene Schwundquote oft, wenn die Umsätze schwach sind. Das liegt daran, dass Schwund typischerweise als Prozentsatz vom Umsatz ausgewiesen wird. Berechnet wird er, indem der Gesamtwert der Bestandsfehlmenge durch den Gesamtumsatz geteilt wird. Wenn ein Retailer beispielsweise 3 Mio. US-Dollar Jahresumsatz erzielt, eine Inventur durchführt und feststellt, dass Waren im Wert von 100.000 US-Dollar fehlen, teilt er 100.000 durch 3.000.000 und weist eine Schwundquote von 3,33 % aus.

Das bedeutet: Wenn die Bestandsfehlmenge von 100.000 US-Dollar gleich bleibt, der Umsatz aber auf 3,2 Mio. US-Dollar pro Jahr steigt, sinkt die ausgewiesene Schwundquote um 20 Basispunkte auf 3,13 %. Sinkt der Umsatz dagegen auf 2,8 Mio. US-Dollar, steigt die ausgewiesene Schwundquote um 24 Basispunkte auf 3,57 %. Das ist einer der Gründe, warum sich das klassische Retail-Sprichwort „Umsatz heilt alle Probleme“ bis heute hält.

Warenverfügbarkeit ist das neue „Save the Sale“

Nedap bietet praktische Lösungen für typische Herausforderungen, mit denen Retailer weltweit konfrontiert sind. Unsere Mission ist es, es Retailern einfach zu machen, immer die richtigen Produkte verfügbar zu haben. Wir helfen Ihnen sicherzustellen, dass sich Ihre Kunden vollständig im Mittelpunkt Ihrer Aufmerksamkeit fühlen: dass sie finden, was sie wollen, wo und wann sie es wollen, weil Ihre Produkte vorrätig und im richtigen Regal liegen. Die Lösungen von Nedap sorgen außerdem dafür, dass Ihre Store-Teams weniger Zeit mit der Suche nach fehlenden Produkten verbringen und mehr Zeit für die Betreuung Ihrer Kunden haben.

Die Lösungen von Nedap lassen sich nahtlos in bestehende Systeme integrieren

Tom Vieweger

Supply Chain Business Developer

Nahtlose Checkout-Erlebnisse sind entscheidend

Das Einkaufsverhalten der Verbraucher hat sich im vergangenen Jahrzehnt dramatisch verändert. Die „traditionelle“ Art des Einkaufens - einen physischen Store betreten, Artikel auswählen und sich anschließend an der Kasse anstellen - wurde vollständig revolutioniert. Immer mehr Retailer bieten Alternativen zum traditionellen Point of Sale, indem sie ihren Kunden die Möglichkeit geben, auf ihren persönlichen Mobilgeräten zu bezahlen. Diese „nahtlosen Checkout-Erlebnisse“ geraten jedoch häufig in Konflikt mit traditionellen EAS-Lösungen. Nedap zeigt, wie mobile Zahlungen mit RFID-basierten EAS-Systemen kombiniert werden können, um Warendiebstahl während des mobilen Bezahlprozesses wirksam zu verhindern.

Nahtlose und kosteneffiziente Sicherheit mit RFID-Tags macht diese Lösung nachhaltig. Darüber hinaus lassen sich die Lösungen von Nedap gut in bestehende Systeme integrieren, und die Möglichkeit, vorhandene Barcodes zu nutzen, erleichtert die Einführung zusätzlich. Da die digitalen Verkäufe weiter steigen, war es für Retailer noch nie so wichtig, ihre Checkouts in den Stores zu optimieren.

In-Store- und Cloud-basierte Technologie nutzen

RFID-basiertes EAS

Auch die Rolle von Antennen zur elektronischen Artikelsicherung an Ein- und Ausgängen von Stores hat sich verändert. Traditionelle EAS-Systeme lösen Alarm aus, wenn aktive Tags den Store verlassen. Intelligente Artikelsicherungssysteme können jedoch nicht nur bestimmte Artikel erkennen. Sie können auch mehrere unterschiedliche Szenarien erkennen und Alarme auslösen. Diese Systeme sind heute fortschrittlicher denn je. In diesem modernen Retail-Umfeld unterscheidet Nedap verschiedene Stufen der intelligenten Artikelsicherung, um die Anforderungen jedes Retailers zu erfüllen, immer mit einem Ziel: Wir machen es Retailern einfach, immer die richtigen Produkte verfügbar zu haben.

iD Cloud

Heutzutage ist es entscheidend, dass ein Produkt in der richtigen Größe und Farbe für Ihre Kunden verfügbar ist. Warenverfügbarkeit sollte jedoch nicht zu überfüllten Stores und entsprechend hohen Kapitalkosten führen. Deshalb sind jederzeit genaue Bestandsinformationen der Schlüssel. RFID-Technologie ermöglicht die Automatisierung des In-Store-Bestandsmanagements - mit optimaler Warenverfügbarkeit für Kunden und einer Bestandsgenauigkeit im Store von über 98 %.

Um eine schnelle RFID-Einführung und optimale Skalierbarkeit zu ermöglichen, hat Nedap iD Cloud entwickelt. iD Cloud ist eine cloudgehostete Software-Suite, die als skalierbare Integrationsschicht zwischen dem bestehenden ERP-System und RFID-Readern dient. Bestehende IT-Infrastrukturen müssen nicht ersetzt werden, es muss keine neue In-Store-Infrastruktur hinzugefügt werden, und das aktuelle ERP-System muss nicht geändert werden.

Die Herausforderungen

In einem Artikel mit dem Titel Der digitalisierte Retail Store - Conversion-Treiber oder riesiger Kopfschmerz? beleuchtet Tom Vieweger die Herausforderungen, denen Retailer bei der Digitalisierung ihrer Abläufe gegenüberstehen, sowie die Schritte, die sie unternehmen müssen, um diesen relevanten Wandel erfolgreich zu meistern. Vieweger erklärt, dass Retailer zunächst eine Grundlage schaffen müssen. Das bedeutet: Welche „digitalen Touchpoints“ ein Retailer auch nutzt (z. B. Displays, In-Store-Kioske oder Smart Mirrors), sie können nur dann Conversion fördern, wenn die beworbenen Produkte tatsächlich verfügbar sind.

Beginnen Sie damit, gemeinsam mit Kunden zu innovieren, statt für Kunden.

Tom Vieweger

Supply Chain Business Developer

Um den nächsten von Vieweger beschriebenen Schritt zu erreichen, müssen Retailer „spielen, messen, lernen und anpassen“. Das bedeutet, sie müssen lernen, wie Kunden auf neue Services reagieren, damit sie beginnen können, mit Kunden zu innovieren, statt für Kunden. Der dritte und letzte Schritt, den Vieweger Retailern für eine erfolgreiche Digitalisierung aufzeigt, besteht darin, flexibel zu bleiben, indem interne Barrieren abgebaut und neue, agile Ansätze geschaffen werden, die sich an technologische Veränderungen anpassen lassen.

Unterm Strich? Präzise Bestandsinformationen in Echtzeit sind für jede Organisation entscheidend, die in diese neue Retail-Welt startet. Neue digitale Initiativen einzuführen, die Kunden dazu inspirieren, mehr Artikel zu kaufen, nur um sie dann zu enttäuschen, wenn der Artikel nicht vorrätig ist, schadet letztlich nur der Marke eines Retailers und entfremdet Kunden. RFID- und EPCIS-Standards sind in diesem Bereich die Schlüssel zum Erfolg: RFID ermöglicht eine hohe Bestandsgenauigkeit, während EPCIS ein standardisiertes Protokoll für den Austausch von Informationen über RFID-Ereignisse ist.

Nedap unterstützt Ihre Journey

Bei Nedap helfen wir internationalen Retailern, RFID erfolgreich einzuführen und zu skalieren: mit Bestandsgenauigkeit in Echtzeit, besserer Warenverfügbarkeit über alle Kanäle hinweg und smarteren Abläufen. So unterstützen wir Marken dabei, ihre Prozesse weiterzuentwickeln, ganz gleich, wo sie auf ihrer Journey stehen.

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