Woolworths wählt Nedap für groß angelegten RFID-Rollout
30. Juni


Seit ich in der RFID-Branche tätig bin, träumen fast alle – mich eingeschlossen – davon, die Vorteile von RFID in Bezug auf Genauigkeit und Geschwindigkeit zu nutzen, ohne dass Mitarbeitende in den Filialen mit Handhelds durch die Verkaufsfläche laufen müssen. Ich erinnere mich noch gut daran, wie die ersten RFID-Anwender die Technologie als „Magie und Voodoo“ beschrieben haben. Jetzt ist es an der Zeit, die wahre Magie in die Filialen zu bringen: RFID, das nahtlos und unauffällig im Hintergrund arbeitet.
Bei Nedap haben wir 2015 unsere ersten Proof-of-Concepts mit fest installierter Infrastruktur durchgeführt. Damals war die Technologie kaum funktionsfähig, und selbst wenn sie funktionierte, stimmte die Wirtschaftlichkeit nicht. Es war einfach zu teuer, Leser in Geschäften zu installieren, verglichen mit der wöchentlichen Zählung durch Kollegen.
Glücklicherweise kann sich in zehn Jahren viel verändern. Wir haben bedeutende technische Verbesserungen erlebt:

RFID-Etiketten und -Chips
haben sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt. Moderne Chips bieten eine höhere Empfindlichkeit und Auto-Tuning-Funktionen für eine zuverlässigere Leistung. Mit Impinj Gen2X kamen zusätzliche Features hinzu, die die Performance von RFID-Lösungen weiter verbessern.

Readers
sind leistungsfähiger geworden und bieten heute ein deutlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis.

Implementierungs- und Integrationstools
haben sich erheblich weiterentwickelt. Während vor zehn Jahren noch lokale Rechenleistung erforderlich war, lassen sich heute sämtliche Anwendungen in der Cloud betreiben.
Gleichzeitig hat sich auch der Einzelhandel selbst verändert. Die Lohnkosten sind deutlich gestiegen, und es ist schwieriger geworden, qualifizierte Mitarbeitende für die Filialen zu gewinnen und langfristig zu binden.
Gibt es also im Jahr 2025 einen überzeugenden Business Case für eine fest installierte RFID-Infrastruktur? Dafür gibt es mehrere Perspektiven:
Für Einzelhändler, die RFID bislang noch nicht mit Handhelds eingeführt haben, bestanden häufig Bedenken hinsichtlich des Schulungsaufwands, des Zeitbedarfs für Inventuren oder der erreichbaren Bestandsgenauigkeit. In diesen Fällen kann eine fest installierte RFID-Infrastruktur der effektivste oder sogar einzige praktikable Weg sein, RFID erfolgreich einzuführen.
Für Einzelhändler, die RFID bereits mit Handhelds nutzen, stellt sich die Situation anders dar. Viele der wesentlichen Vorteile wurden durch den Einsatz mobiler Lesegeräte bereits realisiert. Hier muss sich die Investition vor allem durch Effizienzgewinne – etwa geringeren Personalaufwand oder optimierte Prozesse – oder durch völlig neue Anwendungsfälle rechtfertigen.
Den stärksten Business Case bieten neue Anwendungsfälle, die sich erst mit einer fest installierten Infrastruktur realisieren lassen. Dazu gehören beispielsweise:
Und damit sind die Möglichkeiten noch längst nicht ausgeschöpft: von der Analyse der Umkleidekabinennutzung über integrierte Verlustprävention bis hin zur Nachverfolgung von Warenbewegungen und vielen weiteren Anwendungsfällen.
Neben dem Business Case gibt es auch praktische Fragen, die berücksichtigt werden sollten.
Sind Handhelds damit endgültig überflüssig? Nicht ganz. In den meisten Fällen werden Handhelds weiterhin für Aufgaben wie Statusmanagement, die Suche auf dem letzten Meter oder die Abwicklung ausgehender Sendungen benötigt. Allerdings können diese Geräte heute deutlich leichter, kompakter und einfacher sein – beispielsweise das Zebra TC53e-RFID oder das Bluebird X40.
Auch die jüngste Ankündigung von Qualcomm, einen Enterprise-Mobilprozessor mit integrierter RAIN-RFID-Unterstützung auf den Markt zu bringen, wird die Weiterentwicklung in diesem Bereich zusätzlich beschleunigen.
Bei Nedap sind wir bereit, den Übergang zu fest installierter Infrastruktur vollständig zu unterstützen. Unser engagiertes Team führt technische Recherchen durch, entwickelt Lösungen und unterstützt Kunden bei Proof-of-Concepts, Implementierungen und Rollouts.
