Erfolgreich mit RFID starten: Schritt-für-Schritt-Leitfaden für den Modehandel
30. Juni


Nachdem Sie RFID eingeführt haben, um die Bestandsgenauigkeit zu verbessern, die Produktverfügbarkeit im Store zu erhöhen und RFID in Ihre Omnichannel-Strategie einzubetten, ist es an der Zeit, tiefer in die operativen und nachhaltigkeitsbezogenen Vorteile von RFID einzutauchen.
Harmen KoopmanDie Modebranche, die für ihre Nachhaltigkeitsprobleme bekannt ist, steht vor einer drängenden Herausforderung: Überproduktion und Abfall. Überproduktion entsteht, wenn Bestellungen um zusätzliche Mengen erhöht werden, um Stockouts zu vermeiden. Ursache dafür sind meist unzureichende Daten. Die EU erzeugt jährlich 12,6 Millionen Tonnen Textilabfälle, wobei Kleidung und Schuhe mit 5,2 Millionen Tonnen einen erheblichen Anteil ausmachen.
Nur 22 % der Textilabfälle nach Gebrauch werden zum Recycling gesammelt; der Rest wird verbrannt oder landet auf Deponien. Hinzu kommt, dass 45 Milliarden von 150 Milliarden Modeartikeln nie verkauft oder getragen werden. Das verursacht steigende ökologische und finanzielle Kosten.
Die Ursache dieses Überproduktionsproblems liegt in der vielschichtigen Komplexität der Bestandsplanung im Retail.
Überproduktion in der Modebranche bedeutet, dass mehr Kleidung und Accessoires hergestellt werden, als der Markt nachfragt. Dafür gibt es mehrere Gründe, darunter die Sorge von Retailern vor Stockouts, die zu übermäßigem Puffer- oder Sicherheitsbestand führt, auch Overbuying genannt, sowie ungenaue Nachfrageprognosen.
Das Ergebnis ist ein Überangebot an Produkten, die häufig unverkauft bleiben. Das trägt zu Überbestand in Stores, erheblichem Abfall, Umweltbelastung und finanziellen Verlusten bei. Überproduktion belastet Retailer nicht nur mit überschüssigem Bestand, sondern verschärft auch die Nachhaltigkeitsprobleme der Branche, da mehr Ressourcen verbraucht und mehr Abfälle erzeugt werden.
Um dieses Problem anzugehen, schlagen wir vor, RFID-Daten (Radio-Frequency Identification) als innovative Lösung zu nutzen. Wenn Echtzeitdaten in Insights übersetzt werden, hilft das unseren Kunden, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Sie erhalten Sichtbarkeit über Überbestand und können Markdown-Maßnahmen einleiten, um Dead Stock zu reduzieren.
Wie Sie sehen, bleiben für Buyer, Planner und Allocators viele Fragen unbeantwortet.
Was wäre, wenn sie präzise Echtzeit-Standortinformationen auf Artikelebene zusammen mit historischen Daten hätten?
Überproduktion führt zu übermäßigem Ressourcenverbrauch, darunter Wasser, Energie und Rohstoffe, und trägt zur Umweltzerstörung bei. Sie erzeugt außerdem mehr Abfall und verschärft Probleme rund um Verschmutzung und Deponien.
Überproduktion widerspricht Nachhaltigkeitsprinzipien. Sie belastet Ökosysteme, erhöht CO2-Emissionen und verbraucht nicht erneuerbare Ressourcen, wodurch sie mit langfristigen Umweltzielen unvereinbar ist.
Überproduktion führt zu unverkauftem Bestand, der Kapital bindet und Lager- sowie Betriebskosten verursacht. Diese Ineffizienz kann Gewinnmargen schmälern und die finanzielle Gesundheit eines Unternehmens belasten.
Sie kann nicht nachhaltiges Konsumentenverhalten fördern, etwa den Kauf von mehr Artikeln als benötigt oder das häufige Entsorgen kaum getragener Kleidung, und damit die Wegwerfkultur verstärken.
Überproduktion kann Druck auf Beschäftigte in der Lieferkette ausüben, schneller und häufig unter schlechten Bedingungen zu produzieren, um unrealistische Nachfrage zu erfüllen. Das wirft ethische Fragen und arbeitsrechtliche Probleme auf.
Die Reduzierung von Überproduktion fördert Transparenz und ethische Praktiken in der Lieferkette, stärkt die Reputation eines Unternehmens und spricht Konsumenten an, die Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung schätzen.
Nachhaltige Praktiken, einschließlich der Reduzierung von Überproduktion, werden für die langfristige Zukunftsfähigkeit der Modebranche immer wichtiger. Unternehmen, die diese Themen nicht adressieren, riskieren Reputationsschäden und Ablehnung durch Konsumenten.
Zusammenfassend muss die Modebranche Überproduktion aktiv reduzieren, um sich an nachhaltigen und ethischen Prinzipien auszurichten, ihre Umweltauswirkungen zu minimieren, effizienter zu arbeiten und langfristigen Erfolg in einem Markt zu sichern, der zunehmend von verantwortungsbewussten Konsumentscheidungen geprägt ist.
Datenbasierte RFID-Insights bieten einen mehrdimensionalen Ansatz, um das Abfallproblem der Modebranche anzugehen:
RFID-Insights können Retailern helfen, effizienter einzukaufen und Abfall durch unverkauften Bestand am Ende einer Saison zu reduzieren. Mit dieser Lösung wollen wir Rückgaben am Saisonende und den damit verbundenen Abfall minimieren.
Bestandsgenauigkeit auf Basis von RFID-Technologie und nahezu Echtzeitdaten auf Artikelebene ermöglichen es, Bestand je nach Store-Nachfrage effizienter und präziser zu allokieren, das Umsatzpotenzial zu erhöhen und Abfall zu minimieren. Außerdem lässt sich der gehaltene Bestand um 2 % bis 13 % senken, wie Nedap Research und eine Fallstudie mit River Island aus dem Jahr 2020 zeigen.
RFID-Technologie verbessert die Bestandsgenauigkeit auf 98 % oder mehr. Dadurch kann Sicherheitsbestand reduziert oder entfernt werden, was die Umweltauswirkungen überschüssiger Produktion und übermäßigen Konsums senkt. Durch Echtzeitdaten aus RFID können Buyer und Planner außerdem die meistverkauften und schwächsten Artikel identifizieren. So können sie künftig weniger Optionen einkaufen und ihren Bestand optimieren. Wir sehen ein Potenzial von bis zu 10 % weniger Einkaufsvolumen, vor allem durch die Reduzierung von Sicherheitsbestand.
Fazit: RFID-basierte Bestandsdaten können die Modebranche verändern, indem sie die kritischen Probleme Überproduktion und Abfall adressieren. Indem RFID Fachleuten Echtzeit-Insights liefert, Nachfrageprognosen verbessert und Bestandsmanagement optimiert, ist es ein wichtiger Baustein für einen nachhaltigeren und profitableren Modesektor.
RFID-Technologie, bekannt für ihre Echtzeitgenauigkeit, bietet Fachleuten in der Modebranche, darunter Buyer, Planner und Allocators, ein leistungsstarkes Tool. Sie liefert Insights, um Entscheidungen in verschiedenen Bereichen zu verbessern.

Bei Nedap unterstützen wir globale Retailer dabei, RFID erfolgreich einzuführen und zu skalieren. Wir ermöglichen Bestandsgenauigkeit in Echtzeit, verbessern die Produktverfügbarkeit über alle Kanäle hinweg und unterstützen intelligentere Abläufe, damit Marken ihre Prozesse verbessern können, unabhängig davon, wo sie auf ihrer Journey stehen.

30. Juni
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