RFID für effizientes Retourenmanagement bei Samsøe Samsøe

29. Juni5 Min. Lesezeit
Fallstudie

Retouren gehören grundsätzlich zum Retail, besonders als Teil des Kundenservice in einer Omnichannel-Welt. Gleichzeitig wirken sich hohe Retourenquoten negativ auf die Profitabilität von Retailern aus. Produkte werden von Endkunden, eigenen Stores oder Wholesale-Partnern aus unterschiedlichen Gründen retourniert, etwa wegen saisonaler Restbestände, Produktrückrufen aufgrund von Qualitätsproblemen, Umlagerungen aufgrund lokal veränderter Nachfrage oder weil Endkunden online bestellte Produkte zurückgeben.

Samsøe Samsøe hat sich mit Nedap zusammengeschlossen, um den Retourenprozess mit RFID-Technologie zu verbessern. Nachdem die Marke RFID bereits in den Stores nutzt, wollte sie die Vorteile auch im Lager einsetzen, insbesondere um die Bearbeitung von Produktrückgaben aus verschiedenen Kanälen wie E-Commerce, eigenen Stores und Wholesale-Partnern zu vereinfachen.

Ilse Protsman

Ilse Protsman

Marketingleiter Retail

Retail

Fallstudie

Case

Die Supply-Chain-Herausforderung von Samsøe Samsøe

Samsøe Samsøe verarbeitet Retouren aus verschiedenen Kanälen (eigene Stores, Wholesale, E-Commerce) an einem zentralen Ort. Der klassische, barcodebasierte Retourenprozess war arbeitsintensiv, langsam und fehleranfällig, da jedes Produkt manuell geprüft werden musste.

Nedap implementierte eine maßgeschneiderte RFID-Lösung mit der Software iD Cloud Supply Chain, Consulting Services und einer RFID-Workstation. Dieser Ansatz automatisiert die Registrierung und Verifizierung retournierter Artikel und beschleunigt so deren Rückführung in den verkaufsfähigen Bestand deutlich, während zugleich die Genauigkeit steigt. Das System unterstützt außerdem erweiterte Analysen, sodass Trends wie wiederkehrende Retouren erkannt und für Prozessoptimierung und strategische Entscheidungen genutzt werden können.

Diese RFID-Implementierung hat unseren Retourenprozess deutlich verschlankt. Dadurch können wir eine höhere Bestandsgenauigkeit sicherstellen und operative Engpässe reduzieren. Für die Abläufe bei Samsøe Samsøe war das ein echter Wendepunkt.

Tommy Nimand

CFO bei Samsøe Samsøe

Wie Samsøe Samsøe Nedap iD Cloud nutzt

Samsøe Samsøe prüfte mehrere Alternativen, um den Retourenprozess zu optimieren, darunter ein manuelles barcodebasiertes System, bei dem Mitarbeitende Retouren mit klassischen Barcode-Etiketten bearbeiten. Auch eine Integration in die bestehenden Legacy-IT-Systeme wurde betrachtet. Die Entscheidung fiel jedoch auf RFID-Technologie in Kombination mit Nedaps iD Cloud-Plattform als beste Lösung. Sie verbindet die nahtlose Produkterfassung per RFID (Massenerfassung und kontaktloses Scannen) mit den Vorteilen einer bewährten, benutzerfreundlichen und skalierbaren Softwareplattform. iD Cloud lässt sich zudem reibungslos in die bestehenden Systeme von Samsøe Samsøe integrieren und sorgt so für minimale Unterbrechungen und maximale Effizienz. 

Im Retourenprozess wird jeder Artikel auf die Integrität des RFID-Etiketts und die Produktqualität geprüft. Ist das RFID-Etikett intakt und der Artikel verkaufsfähig, wird der Electronic Product Code (EPC) in iD Cloud EPCIS als erfolgreich retourniert aktualisiert. Dadurch bleiben die Bestandsdaten korrekt und der Artikel ist bereit für den Wiederverkauf. Treten Ausnahmen auf, wird ein neues RFID-Etikett gedruckt. Mit RFID werden Retouren schneller bearbeitet und die Produktivität der Mitarbeitenden ist insgesamt gestiegen.

Die nahtlose Integration der Lösung in unseren Workflow und die gewonnenen operativen Einblicke haben unsere Erwartungen übertroffen. RFID ist für uns nicht mehr nur eine Store-Technologie, sondern ein zentraler Enabler in unserer Supply Chain.

Simeon Solarsky

Head of Information Technology bei Samsøe Samsøe

Zusammenarbeit

Nedap steuert RFID-Geräte, die von vertrauenswürdigen Partnern bereitgestellt werden. Diese intelligenten RFID-Lesepunkte erfassen automatisch die Produkte in Kartons. So können Lagermitarbeitende die Ergebnisse direkt einsehen und bewerten, die Genauigkeit erhöhen, Artikel sofort wieder dem Bestand zuführen und den Datenaustausch automatisieren.

  • Software: iD Cloud Supply Chain, verbunden mit iD Cloud Store
  • Services: Consulting, Field Services, Systemintegration
  • Hardware: RFID-Workstation

Partnerschaft

Samsøe Samsøe und Nedap haben gemeinsam den optimalen RFID-basierten Retourenmanagementprozess definiert. Mit einer Vor-Ort-Analyse, einem strukturierten Kick-off-Workshop, einer detaillierten Designphase und laufendem KPI-Monitoring wurde eine reibungslose Implementierung sichergestellt.

Datenaustausch

Stores senden Retourendaten (Transfer Orders) in Echtzeit an das Lager, sodass retournierte Artikel einfach und schnell verifiziert werden können. Dadurch können die Produkte zügig wieder dem (Online-)verkaufsfähigen Bestand hinzugefügt oder entsprechend der tatsächlichen Nachfrage anderen Stores zugeordnet werden.

Bereit für vollständige Integration

Die Lösung wird derzeit eigenständig betrieben, ist aber bereits mit iD Cloud Store verbunden, um Stammdaten und Versandaufträge zu teilen. Die Integration mit ERP und WMS ist für die nächste Projektphase geplant, um Interoperabilität und Prozesse weiter zu verbessern.

Kontinuierliche Optimierung

Das Projekt folgt einem strukturierten Ansatz mit regelmäßigen Updates, neuen Funktionen und Sicherheitsupdates. Die transparente Zusammenarbeit schafft die Grundlage für langfristigen Erfolg. Durch kontinuierliches KPI-Monitoring, proaktives Angehen von Herausforderungen und die laufende Verfeinerung der Prozesse bleiben Samsøe Samsøe und Nedap eng abgestimmt und maximieren den Nutzen von RFID.

Ergebnisse und Wirkung

Der Einsatz von RFID-Technologie im Retourenprozess steigert die operative Effizienz deutlich, verbessert die Warenverfügbarkeit und reduziert Retourenbetrug. Um den Erfolg der RFID-Implementierung zu messen, bewertet Samsøe Samsøe kontinuierlich die folgenden zentralen Leistungsindikatoren (KPIs): 

Geschwindigkeit, mit der retournierte Artikel wieder eingelagert und verkauft werden Erfasst die Zeit vom Eingang der Retoure bis zur Verfügbarkeit im Bestand.

Warenverfügbarkeit

Geschwindigkeit, mit der retournierte Artikel wieder eingelagert und verkauft werden

Zeitersparnis durch den Einsatz von RFID statt Barcodes Vergleicht die durchschnittliche Bearbeitungszeit pro Artikel bzw. pro Retourenauftrag vor und nach der RFID-Implementierung.

Prozesseffizienz

Zeitersparnis durch den Einsatz von RFID statt Barcodes

Fähigkeit, Retourenbetrug zu erkennen und zu reduzieren Dokumentiert und analysiert Fälle, die durch Abweichungen in Artikeldaten und Retourenmustern als betrügerisch erkannt wurden.

Betrugserkennung

Fähigkeit, Retourenbetrug zu erkennen und zu reduzieren

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